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Wissenswertes

Dank unserer eigenen Jugendmusik mit gut 30 Mitgliedern haben wir keine Nachwuchssorgen.
 
Kirchenkonzert 2009 Drucken

Grandioses Kirchenkonzert in Lostorf


Musikgesellschaft und Projektchor begeisterten mit Missa Katharina
Das Kirchenkonzert vom Sonntag stand im Zeichen der Schweizer Erstaufführung der ökumenischen Messe „Missa Katharina“. Die Jugendmusik, die Musikgesellschaft, der Projektchor der reformierten Kirchgemeinde Obergösgen-Lostorf und die Gesangssolistin Annina Künzi überzeugten bei ihren beiden Auftritten das sehr zahlreich erschienene Publikum.
Das Kirchkenkonzert eröffneten die Musikantinnen und Musikanten der Jugendmusik. Mit „Evening Song“ füllte sich die Kirche erstmals mit getragenen Klängen. Der Hausherr, Pfarrer Michael Schoger begrüsste die Zuhörerinnen und Zuhörer im Namen aller Mitwirkenden des Kirchenkonzerts. Mit „A song for you“, ergänzt mit Blockflötenschülerinnen und Blockflötenschülern der Musikschule Lostorf, und „I will always love you“ zeigte das junge Korps unter der Leitung von Hans Niederhauser sein ganzes Können. Mit einem grossen Applaus bedankten sich die begeisterten Konzertbesucher bei der Jugendmusik und den Blockflötenschülern.
Anschliessend füllten die rund 40 Musikantinnen und Musikanten und etwa 60 Sängerinnen und Sänger den ganzen vorderen Kirchenraum aus. Als Schweizer Erstaufführung stand die Messe „Missa Katharina“ von Jacob de Haan auf dem Programm. Der musikalische Leiter Jonathan Graf hat es vorzüglich verstanden, aus Chor und Orchester gehaltvolle und wohlklingende Melodien zu entlocken. Mit viel Hingabe und voller Konzentration wurde musiziert. Unterstützt wurden sie von der Sopranistin Annina Künzi. Der vertonte Text ist von ökumenischem Charakter, beruft er sich doch auf die lateinische Urfassung vor der Reformation. Den klassischen Teilen des Messeordinariums Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus, und Agnus Dei sind ein festliches Alleluja und Amen sowie drei reine Instrumentalsätze Präludium, Offertorium und Postludium beigefügt.
Zu beiden Konzerten erschien das Publikum in Scharen. Für die Nachmittagsvorstellung war die reformierte Kirche zum Bersten voll. Einige Zuhörerinnen und Zuhörer mussten während des ganzen Konzertes stehen. Alle waren vom Gehörten fasziniert. Die Aufführung von „Missa Katharina“ war schlicht überwältigend! Der langandauernde Applaus am Schluss der Messe zeigte dies eindrücklich. Bei beiden Vorführungen bedankte sich das Publikum mit einer stehenden Ovation!
Der Präsident der MG Lostorf bedankte sich bei den Verantwortlichen für dieses Jahreskonzert, insbesondere bei Jonathan Graf, dem Initianten dieses Projekts. Auch Hans Niederhauser, Barbara Bonjour und Annina Künzi durften für ihren Einsatz ein Geschenk entgegen nehmen. Bei der Zugabe liessen die Mitglieder der MG Lostorf ihre Instrumente stehen. Als würdiger Abschluss erklang aus 100 Kehlen das allseits bekannte rätoromanische Lied „Dorma Bain“.
Einmal mehr bot die Musikgesellschaft eine eindrückliche Leistung, dies nur einen Monat nach dem anspruchsvollen Jahreskonzert. Auch vom Projektchor der reformierten Kirchgemeinde wurde alles abverlangt, so mussten die Texte in lateinischer Sprache eingeübt werden. Es war sehr eindrucksvoll, welche Leistung die Amateurmusiker und –sänger erbracht haben.
 


Interview mit Jonathan Graf
Er ist Dirigent der MG Lostorf, des Chors der reformierten Kirchgemeinde Obergösgen-Lostorf, des MV Arlesheim und ist als Event-Manager in Basel tätig.
Wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen Musikgesellschaft und Kirchenchor?
Graf: Ich wurde von Barbara Bonjour für ihre Nachfolge als musikalischer Leiter des Kirchenchors angefragt. Da es schon lange mein Wunsch war, ein Projekt mit Blasorcherster und einem Chor zusammen zu machen, ergriff ich die Möglichkeit und initiierte dieses Projekt.

Missa Katharina war eine Schweizer Erstaufführung. Wie sind Sie auf dieses Werk aufmerksam geworden?
Graf: Durch den Literaturunterricht meiner Dirigentenausbildung an der Musikhochschule Basel.

Welches war die grösste Herausforderung, Chor und Orchester zu einer musikalischen Einheit zu formen?
Graf: In erster Linie war es eine logistische Herausforderung, diese beiden grossen Klangkörper zusammen zu führen. In musikalischer Sicht war ich mir kurz nach Beginn der Probearbeit sicher, dass alles zusammen passen wird. Sicher hat der Umstand, dass ich selber beide Formationen musikalisch leitet den Zusammenführungsprozess vereinfach.

Was beleibt den beiden Vereinen über dieses Kirchenkonzert hinaus erhalten?
Graf: Wie ich den zahlreichen Rückmeldungen der Teilnehmer entnehmen durfte sicherlich die Freude an der Musik im Allgemeinen – sowohl instrumental als auch gesanglich. Aber auch der Glaube an ein gutes Gelingen einer grossen gemeinsamen Herausforderung und die Erkenntnis, dass es sich lohnen kann, sich auf Ungewohntes und Neues einzulassen!


Daniel Mathys, Aarburg

 
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